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Meet the alumni: Andi Widmer

Meet the alumni: Andi Widmer

Was machen eigentlich unsere Ehemaligen Studierenden?
Von seiner Arbeit erzählt:
Andi Widmer – Kameramann (Abschluss 2012)

1. Andi, zwei deiner Filme sind für den europäischen Filmpreis nominiert. Was erhoffst du dir künftig davon?

Das wichtigste dabei ist, dass mein Name in Zusammenhang mit der Kamera-Arbeit an guten und erfolgreichen Filmen gebracht wird.

Je mehr Menschen gute Filme sehen oder auch nur davon hören, bei denen ich die Bildgestaltung gemacht habe, desto höher die Chance, an weitere spannende Projekte mit spannenden RegisseurInnen zu kommen. So gesehen ist der EFA natürlich eine große Plattform, die das Potenzial hat, dass jemand einen Film von mir sieht und sagt: „Das gefällt mir, diesen Kameramann rufe ich mal an.“ Oder, dass jemand hört, dass zwei Filme von mir nominiert sind und sich meine Website mal anschaut. andiwidmer.com

Andi Widmer als DOP für ein Werbespot

Andi Widmer als DOP für ein Werbespot

2. Warst du schon während dem Studium sicher, dass du als Kameramann arbeiten möchtest? Wie konntest du vom Studium profitieren, um nun als DOP arbeiten zu können?

Ich habe mich schon mit dem Wunsch, Kameramann zu werden, an Filmschulen beworben. Luzern hat mich interessiert, weil ich viele spannende Filme von HSLU-Abgängern gesehen habe.

Profitiert habe ich vor allem von der Zeit und Freiheit, mich dem Studium der Kamera-Arbeit in und auch neben der Schule zu widmen. Von Seiten der HSLU wurde ich immer sehr darin unterstützt, mir Wissen und Erfahrungen, die ich nicht an der Schule erwerben bzw. erarbeiten konnte, an anderen Orten zu holen. So konnte ich zum Beispiel während dem Studium viele Kamera-Assistenzen und Beleuchter-Jobs machen und meine Erfahrungen dann beim Drehen von Filmen mit StudienkollegInnen einsetzen, vertiefen und erweitern.

Zudem habe ich nach dem zweiten Jahr ein Erasmus-Austausch-Jahr an der Filmakademie Wien gemacht, was für mein Weiterkommen enorm wichtig war. Auch dabei hat mich die Schule unterstützt.

3. Du absolvierst gerade deinen Master in Kinematographie in Wien. Was hat dich dazu bewegt noch einen Master in Wien zu machen?

Österreich hat eine sehr interessante Filmszene und die Filmakademie Wien ist eine sehr renommierte Filmschule mit sehr erfahrenen und guten Professoren. Der Grund noch einen Master an dieser Schule zu machen war vor allem die Aussicht, mit Studierenden der Filmakademie Wien Filme zu machen, dadurch einen Fuß in Österreich zu platzieren und somit ein größeres und spannenderes Netzwerk aufzubauen.

Matteo Gariglio und Andi Widmer beim Dreh von  En La Boca

Matteo Gariglio und Andi Widmer beim Dreh von En La Boca

4. Was fasziniert dich an der Arbeit als Kameramann besonders?

Das ist eine komplexe Frage, deren verschiedene Aspekte ich ausführlich beschreiben könnte.

Zusammengefasst würde ich sagen, dass die Faszination für mich vor allem darin besteht, mit Licht, Bewegung und Komposition Räume und Stimmungen zu schaffen, die zum hinschauen und mitfühlen anregen.

5. Gibt es etwas was du den angehenden Filmemachern der HSLU auf den Weg geben möchtest?

Wenn ihr in diesem Geschäft Fuß fassen wollt, geht nichts über das eigene Engagement. Sich also das zu erarbeiten was man braucht, um dahin zu kommen, wo man hin will. Keine Schule bietet einem einfach alles an, darum geht es auch gar nicht. Habt Geduld! Es muss nicht schon der dritte Film einen Oscar gewinnen. Habt Spaß an der Arbeit, weil reich davon werden nur wenige. Probiert aus! Richtig machen müsst ihr es erst, wenn euch jemand fürs Richtig-Machen bezahlt. Und auch dann: seid mutig! Und Vergesst das Leben neben dem Filmemachen nicht! Es ist wichtig etwas zu haben, was einen moralisch über Wasser hält.

«All Inclusive» am Sundance Film Festival

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Meet the alumni: Simon Weber

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